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  <title>Pariser Stadtgeflüster</title>
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  <description>&quot;Das alte Europa wird nicht wieder auferstehen, bringt das junge Europa neue Chancen?&quot; Châteaubriand</description>
  <language>de</language>
  <pubDate>Fri, 09 May 2008 06:32:07 +01:00</pubDate>
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    <title>Die Eurogeneration in Ost und West</title>
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    <pubDate>Fri, 09 May 2008 07:00:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;Joanna Nowicki ist Dozentin an diversen europäischen Hochschulen, unter anderem im rumänischen Cluj und in Krakau. Ihr Fachgebiet: Der Begriff der Interkulturalität.&lt;img style=&quot;DISPLAY: block; MARGIN: 0 auto&quot; height=&quot;240&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/.JN_Photo_1_s.jpg&quot; width=&quot;180&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;Darüber hinaus ist Joanna Nowicki an dem internationalen Managementseminar Kopernikus in Paris beteiligt. Dieses Seminar vereint 50 junge Menschen aus Ost-, West- und Mitteleuropa. &lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Frau Nowicki, gibt es Ihrer Meinung nach bereits eine „Eurogeneration“?&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, die gibt es: Nach meiner Beobachtung sind es die Studenten, die mit Erasmus oder einem anderen Austauschprogramm ins Ausland gehen. Ich glaube, dass so ein Schritt starke Auswirkungen auf die Mentalität hat. Denn ich glaube, dass diese Erfahrung auch sensibilisiert für die Besonderheiten der einzelnen europäischen Länder. Dadurch wird Europa&amp;nbsp; noch stärker. &lt;br /&gt;Aber einschränkend muss ich sagen, dass dieser Austausch nicht eine gesamte Generation betrifft. Daher würde ich den Begriff „Eurogeneration“ ablehnen. Europa ist noch nicht in den Gymnasien angekommen: Bislang gibt es Austauschprogramme hauptsächlich für Studenten, aber nur sehr wenige Schüler nehmen daran teil. Dazu kommt, dass ja auch nicht alle Jugendlichen studieren. Diejenigen, die von diesem europäischen Austausch profitieren (inklusive derjenigen, die mit ausländischen Studenten in Kontakt kommen), sind also nur eine Minderheit. &lt;br /&gt;Ich benutze absichtlich nicht den Begriff „Elite“, denn das wäre ungerecht. Der europäische Austausch wird immer demokratischer. Er ist nicht mehr nur für die renommierten Schulen oder namhaften Universitäten offen, sondern er richtet sich an ein breites Panel von Studiengängen. Denn es liegt im Sinne Europas, wenn eine große Mehrheit davon profitieren kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wenn man in Betracht zieht, dass die Austauschprogramme ein „Europa des Erlebens“ schaffen und nicht unbedingt ein „Europa der politischen Ideen“, dann muss man also den Begriff der Elite ebenso ablehnen? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist richtig. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sie unterrichten an Universitäten in Mittel- und Osteuropa. Haben Sie festgestellt, dass sich bei Ihren Studenten die Wahrnehmung der EU verändert hat? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich arbeite in Polen und Rumänien, und ich bin Dozentin im Kopernikus-Programm. Ich komme also mit einem breiten Spektrum von Europa-Wahrnehmungen in Kontakt. &lt;br /&gt;Da gibt es zunächst den harten Kern der mitteleuropäischen Länder. Länder, die seit langem schon westlich orientiert und europäisiert sind. Doch es gibt keinen Unterschied zwischen den Jugendlichen Mitteleuropas und Osteuropas. Ich würde sogar sagen, dass letztere moderner und dynamischer sind. Sie sind sich der Chancen Europas bewusst, daher sind sie optimistischer. Sie haben Zugang zu Stipendien, zu Wettbewerben… sie zählen zu den&amp;nbsp; Gewinnern: Ein junger Akademiker, der mehrere Sprachen spricht, hat alles, um erfolgreich zu sein. Auf allen Gebieten. &lt;br /&gt;Die jungen Westeuropäer sind dagegen pessimistischer. Sie sehen die Probleme, die die Reformen ihren Ländern bereiten: die Arbeitslosigkeit der Jugend oder die Schwierigkeiten der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Wo die Jugendlichen in Mitteleuropa neue Chancen sehen, da sehen sie Schwierigkeiten. &lt;br /&gt;Im gesamten Osten Europas, in Rumänien, Bulgarien, der Ukraine oder Weißrussland, ist es komplexer. Dort weiß man, wie schwer es ist, einen demokratischen Staat zu gründen. Die Jugendlichen wissen, was man dafür tun muss. Auf der politischen Ebene sind sie sehr gut informiert. Sie hinterfragen, wie sie in ihrem Land leben können und werden, gehen ins Ausland, um von den Erfahrungen zu profitieren und kehren vielleicht danach wieder in ihr Heimatland zurück. Es gibt also starke Unterschiede zwischen Studenten aus Ost-, West- und Mitteleuropa. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Welche Rolle könnte ein Mitglied der Eurogeneration Ihrer Meinung nach spielen, wenn er einen Regierungsposten in einem Mitgliedsstaat der EU erhalten würde?&lt;/strong&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist eine Frage, die man so vielleicht gar nicht stellen kann. Es gibt Unterschiede des politischen Lebens zwischen den westlichen Staaten und denen aus Mittel- und Osteuropa. &lt;br /&gt;Czesław Miłosz&amp;nbsp; stellt die These auf, dass es ein Europa gibt, das sich aus den Ländern zusammensetzt, die zwei totalitäre Regimes erlebt haben. Ihr Verhältnis zur Demokratie ist also nicht das gleiche wie beispielsweise dasjenige Frankreichs. Dort hat man bereits vergessen, welche großen Hindernisse auf dem Weg zur Demokratie überwunden werden mussten. Es gibt also größere Übereinstimmungen zwischen den Staaten Mittel- und Osteuropas als mit Frankreich. &lt;br /&gt;Diese unterschiedlichen Sichtweisen werden auch am Konflikt zwischen China und Tibet deutlich: In Mitteleuropa wurde dieses Thema hinsichtlich der Frage der Minderheiten lebhaft diskutiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Könnte nicht ein Jugendlicher der Eurogeneration eine neue Perspektive mitbringen als bisher? Zum Beispiel in Bezug auf die Nationalstaaten. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich denke, dass das Konzept der Nationalstaaten veraltet ist. Damit will ich nicht sagen, dass der Nationalstaat nicht mehr existiert. Aber es gibt andere Systeme, an denen man sich orientieren kann. Nach dem Fall der Berliner Mauer haben sich die Menschen nach kulturellen Gemeinsamkeiten neu gruppiert. Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit ohne Abhängigkeit von Staaten scheint mir daher nur natürlich. &lt;br /&gt;Es geht jedoch nicht darum, den Nationalstaat zu zerstören. Dafür ist die Welt noch nicht reif genug. Nicht alle Völker haben die Möglichkeit, mehrere Sprachen zu sprechen oder andere Länder zu bereisen. Man sollte sie und ihre Lebenseinstellung nicht vor den Kopf stoßen. Dennoch ist der Nationalstaat das Produkt einer Weltsicht, die Vergangenheit ist. Es muss also etwas Neues geschaffen werden. Und Europa scheint mir dafür eine gute Lösung zu sein. &lt;br /&gt;Meine größte Furcht ist, dass die Bürokratie die direkte Verbindung zu den Menschen zerstören könnte. Der Nationalstaat ist eine solche Verbindung. Daher denke ich, dass er auch innerhalb Europas existieren kann. Er ist nicht bloß eine Verbindung zu Staatsbürgern oder eine rein politische Verbindung. Der Nationalstaat schafft ein Gefühl des Dazugehörens, Teil eines kulturellen Erbes zu sein, wie etwa traditionellen Gerichten oder Landschaften. &lt;br /&gt;Das Interview führte Haude-Marie Thomas&lt;br /&gt;Übersetzung: Jan Ehlert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;NB:&lt;/strong&gt; Czesław Miłosz (1911 – 2004) erhielt 1980 den Literaturnobelpreis. Eines seiner Werke („Rodzinna Europa“, deutscher Titel: „West- und östliches Gelände“)&amp;nbsp; ist in Frankreich unter dem Titel „L’autre Europe“ (das andere Europa)&amp;nbsp; erschienen. Joanna Nowicki schlägt dagegen die Übersetzung „das familiäre Europa“&amp;nbsp; vor. &lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Chronik eines verkündeten Debakels</title>
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    <pubDate>Sun, 04 May 2008 11:04:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Einen Tag nach den Wahlen in Italien wurde mein Posteingang ununterbrochen bombardiert mit Emails voller Enttäuschung, Ungläubigkeit, Verachtung (für das Italien von Berlusconi-Bossi) und Resignation angesichts des vom Führer des zentral-rechten Lagers, Silvio Berlusconi, erreichten Resultats, seit nunmehr 15 Jahren im Rampenlicht der politischen Bühne.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;I&lt;strong&gt;n Wirklichkeit waren die Wahlergebnisse vom 13. und 14. April bereits von den politischen Beobachtern bekannt gegeben, die allerhöchstens ein Unentschieden erwarteten, was jener Sache einen Anlass geben würde, die man in Italien „inciucio“ nennt (eine abwertende Namensgebung für eine Übereinkunft vor Zustandekommen der Wahlen) - auf theoretischer Grundlage ein „Veltrusconi“ à la Frankenstein.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine andere Prognose, die ich teilte und die im Gegenteil zeitweise dementiert wurde, ist die hohe Zahl an Stimmenthaltung; Italien hat den Sirenen der Anti-Politik nicht nachgegeben und bewiesen, dass die Wahl das einzige Instrument sei, was einem für die Veränderung der Dinge zur Verfügung stehe. Von dort meine Idee, Saramago und die Revolte der leeren Stimmzettel im „Essay über die zu Klarheit“ zu zitieren. Aber mein Versuch ist auf miserable Weise gescheitert, wie meine persönliche Theorie zur „antipolitischen“ (oder vielleicht antidemokratischen) Idee der Stimmenthaltung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweifelsohne hätte niemand, sicher auch nicht ich, auf den Sieg von Obama, „Einer von uns“, gesetzt, dessen Entscheidung, den demokratischen Slogan „yes we can“ literarisch zu übersetzen, ein verkündetes Debakel vorhersehbar macht (die Übersetzung „si può fare“ – „das ist machbar“ – verliert viel vom Enthusiasmus der amerikanischen Devise).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zwei Regierungsjahre von Prodi sind nicht überrollt worden vom Bus von Walter (Veltroni, immer dem amerikanischen Modell folgend, ist alle italienischen Provinzen mit einem Bus abgefahren, der zum Symbol der Wahlkampagne der PD (Demokratische Partei) geworden ist. Die von großen Hoffnungen genährten Worte sind einfach an den Mann zu bringen, aber der konstituierte Ballast – in dieser Reihenfolge: die inneren Kämpfe, die wenigen und zusammenhangslosen Reformen (Liberalisierungen), die fehlenden Reformen (Bildung, Ungewissheit, soziale Sicherheit, Recht, das Gesetz zu den Interessenkonflikten, um nur wenige zu nennen) – das war wirklich zu schwer für den Motor der PD.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht wäre 2006 Veltroni der richtige Mann gewesen, vielleicht hätten in dieser Zeit die Italiener, müde von der ewigen Performance von Berlusconi, an seine Versprechen geglaubt, und eine Änderung wäre möglich gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Aber die „si“ haben die Geschichte nicht verändert, und wenn es etwas Sicheres gibt, dann dass Italien, was sich noch vor zwei Jahren erschöpft von Berlusconi zeigte, seine Meinung änderte.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schwierig, den Grund zu erklären für das, was Le Figaro und La Repubblica als „ewige Rückkehr des Ritters“ beschrieben haben; ein Berlusconi, der übrigens viel von seiner früheren Ausstrahlung in den letzten Monaten verloren hat, und der seine Wahlkampagne unter eines ungewöhnlichen Realismus geführt hat (gemäß dem Corriere della Sera „ohne Zauberstab“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich als Erasmusstudentin, die den ganzen Tag umgeben ist von Ausländern, bin nunmehr&amp;nbsp; Opfer der allgemeinen Verhöhnung, und ich entferne mich nicht von einem Gedanken, der auf Grund eines unvermeidlichen und unangebrachten Refrains daherkommt: „Ich schäme mich, Italiener zu sein“. Weil wir die ganze Blamage tragen; und falls es sich hier wirklich um eine Blamage handelt, ist es nur das Resultat einer über ganz Italien ausgedehnten Mentalität, einer Art und Weise zu sein, der meines Erachtens nach niemand entkommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Berlusconi ist Italien, das Land in dem man sich über dich lustig macht, wenn du zu lange studierst, wenn du als Junge nicht genug Frauen anmachst, und wenn du als Mädchen genau das zu viel tust; wo ein weibliches und begabtes Mädchen ein Oxymoron bildet; wo niemand an den Sinn des Wortes „antreiben“ glaubt (die italienische Redewendung „metterci una buona parola“ – seine Beziehungen für jemanden spielen lassen“ ist sehr geläufig) ; wo das tägliche Studieren das Licht am Horizont nicht heller werden lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Diese schlecht kaschierten Italianismen während der Regierungszeit der DC (Christliche Demokraten) haben sich 1994 vermehrt mit der berühmten Rückkehr des alten neuen Mannes, die alte Anomalie der politischen Szene Italiens, die von nun an konstant wurde – fast ein Retter des Vaterlandes.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn neben meiner ungeschliffenen soziologischen Analyse füllt die Präsenz von Berlusconi etwas aus, antwortet auf die Ineffizienz einer&amp;nbsp; eher „traditionellen“ politischen Klasse; Berlusconi versteht jedes Mal die Ungewissheiten und Nöte des Volkes, heute müde von nicht gehaltenen Versprechen und ganz einfach bedürftig, in die Vergangenheit, d.h. ins geringere Übel zurückzukehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wahl des Volkes hat das Land in eine neue Ära geführt, Berlusconi der Dritte, deren politisches Gesicht ziemlich verändert hervorgeht: zum ersten Mal in der Geschichte der Republik sind die beiden Hauptparteien des antifaschistischen Kampfes, die Sozialisten und die Kommunisten, nicht im Parlament, da sie einen unerwarteten Rückgang bei den Wahlen zu verzeichnen hatten. Gleichzeitig erschien eine traditionsgemäß extremistische Partei mit einer rassistischen Tendenz und gegen das System, die Liga Nord von Umberto Bossi, bedeutend für den Sieg von Berlusconi, Lackmuspapier eines verängstigten und reaktionären Italiens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die möglichen Szenarien in dieser neuen Orientierung des italienischen Halbkreises wurden lang und breit diskutiert und erschöpfend besprochen, so würde ich meinen, im Laufe der Konferenz von 16. April in Sciences Po in Paris, organisiert in Kollaboration mit der Universität Luiss Guido Carli in Rom, bei der unter anderen Ilvo Diamanti, J.P. Fitoussi, Marc Lazar teilnahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die interessanteste Sache, die sich dabei abzeichnete - neben den unzähligen Problemen auf welche die neue Regierung antworten muss, auch der Müll in Neapel bei einem fehlenden Netzwerk sozialer Dienste bis hin zum Nullwachstum – war die Überlegung über das Fehlen einer Debatte zu Europa während der Wahlkampagne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Keiner der beiden Kandidaten hat über die Verfassung, den Föderalismus oder die Reform der kommunalen Agrarpolitik gesprochen.&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem die Bekanntmachung, dass Franco Frattini (Vizepräsident der EU-Kommission) zum Minister des Auswärtigen ernannt wird, nährt die Hoffnung auf einen Wechsel im Verhältnis zu den Jahren 2001-2006, als die systematischen Einladungen des Patron Berlusconi gerichtet an den Präsidenten George W. Bush und seiner Familie in sein Palais von Arcore zu einer unvermeidlichen Entfernung zwischen Italien und Brüssel führten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Zitat in Bezug auf Napoleon erinnert uns, dass die internationale Politik eines Landes Funktion seiner geographischen Situiertheit ist; und da Italien geographisch die Banlieue von Europa ist, würde seine marginale Rolle auf dem europäischen Schauplatz unvermeidlich sein, trotz der Schlüsselrolle, dennoch bemerkt, in der gespielten europhilen Konstruktion von bekannten Italienern wie Spinelli und auch De Gasperi e Andreotti (dessen beunruhigende Silhouette erwähnt wird).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurzum, ist Italien ein wirklich besonnener Gast im europäischen Haus? Und Berlusconi, wird er sich darauf verstehen, entsprechend auf die Bitte zu antworten, die Ezio Mauro (Leiter der La Repubblica) an ihn richtete, nämlich anzufangen, im Interesse des Landes zu regieren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wird sich in Brüssel unsere neue Nummer Eins darauf verstehen, sich vom Spott und der allgemeinen Verachtung zu befreien, indem sie sich an der Entwicklung des europäischen Projektes beteiligt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist an Euch, Leserschaft, zu antworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alessia Farano&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Traduction: Matthias Jakob Becker&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Blond bleibt hart</title>
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    <pubDate>Tue, 29 Apr 2008 08:00:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;Irgendetwas ist schon besonders, wenn man als Blondine in Paris lebt. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass Menschen mit Goldlocken einen speziellen Status in dieser Stadt genießen, inzwischen bin ich aber überzeugt, dass wir nicht nur als außergewöhnlich, sondern fast schon als gefährdete Spezies angesehen werden. Als ich einmal die Straße entlang ging, kam ein mit ein paar Typen besetztes Auto vorbei. Der Kommentar war so eloquent wie tiefsinnig: „Hey, guck mal, da läuft eine Blondine auf der Straße!“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/Chroniques/.chron_blond_s.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wer fängt die Blondine?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Blondine sein hat Vor- und Nachteile. Erstmal vergisst du nie, dass es dich gibt. Egal was du trägst, und selbst wenn du dich von oben bis unten mit Klamotten einpackst, irgendwo schaut immer eine kleine Locke heraus und du wirst dir deinerselbst fürchterlich bewusst. Zweitens erreichen deine logopädischen Fähigkeiten ungeahnte Ausmaße, wenn du lernst Klänge wir 'muuah', 'tssss', 'hrrrr' or 'uuuuph' zu interpretieren. Du entwickelst ebenfalls eine Art Matrix-Fähigkeit, indem du jeden suspekten Mann auf der Straße umgehst, der deine Haare berühren will; es scheint, als hätten sie eine heilende, magische Wirkung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach fast einem Vierteljahrhundert mit einem blonden Wuschelkopf findest du ihn natürlich ganz und gar nicht mehr außergewöhnlich. Nichtsdestotrotz denken einige Männer, sie könnten aus so etwas ordinärem wie der Haarfarbe ein Kompliment basteln. Einmal versuchte ein Mann, der neben mir in der U-Bahn saß etwas, das wage an Anbaggern erinnerte; er sagte: „Ich mag Blondinen.“ Offensichtlich dachte er, einen riesen Coup gelandet zu haben und wartete jetzt mit begeistertem Blick auf meine positive Reaktion. Verständlicherweise war ich nicht besonders beeindruckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Magischer Magnet&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen von diesen testosterongeleiteten Versuchen, die mein tägliches Leben begleiten, ist es eigentlich ganz schön blond zu sein.Es scheint mir als würde man mir eine Menge Dinge verzeihen, und ich bin sicher man würde mir selbst Landesverrat vergeben, nur aufgrund den goldenen Haaren, die mein engelsgleiches Lächeln umrahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ganze scheint aber auch andersherum zu funktionieren: Wenn du einfach anders aussiehst, stoßen dir auch mehr Dinge zu. Menschen sind nicht nur fasziniert, sondern auch unendlich neugierig, und so lerne ich eine Menge Leute kennen, weil sie mich einfach anquatschen. Darüber hinaus bekommst du eine ganze Reihe kleiner Dinge, wie zum Beispiel ein japanisches Anime-Pornovideo, das ich in einer Bar bei einer Lotterie gewonnen habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gib mir den kleinen Finger, ich werde die ganze Hand wollen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem kennt das ganze aber einen gewissen Gewöhnungseffekt: Du bist so daran gewöhnt eine Ausnahme zu sein, dass es dich erschreckt, wenn du mal normal behandelt wirst. Wie? Ich muss den gleiche Preis wie alle andern bezahlen? Keine Ermäßigung für Blondinen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder ich fühle, wenn ich zufällig auf der Straße einer anderen Blondine begegne, eine plötzlich auftauchende Eifersucht: Was glaubt sie wer sie ist? Ich bin die Blondine hier in Paris.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soili Semkina&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Hohe Kriminalität – Ausländer raus</title>
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    <pubDate>Fri, 25 Apr 2008 22:37:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;Populismus in der deutschen und französischen Politik&lt;br /&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/blog_img/.drapeaux_20des_20pays_20europe_s.jpg&quot; /&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Der hessische Ministerpräsident, Roland Koch von der CDU, setzt im Wahlkampf ganz auf das Thema Jugendkriminalität. Im vergangenen Dezember war ein Rentner in der Münchner U-Bahn von ausländischen Jugendlichen überfallen worden. Koch nahm diesen Vorfall zum Anlass, um härtere Strafen für ausländische Straftäter zu fordern, dass beispielsweise Ausländer nach wiederholten Verbrechen leichter abgeschoben werden können. &lt;br /&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Herber Rückschlag für den Integrationsdiskurs &amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für seinen Vorstoß wurde Koch von der SPD kritisiert, die ihm vorwarf, die Gesellschaft zu spalten und unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen gegeneinander aufzuhetzen. Der SPD-Vorsitzende, Kurt Beck, forderte Aufklärung von Straftaten, aber auch einen Integrationsgipfel, um für bessere Bildungsmöglichkeiten von Ausländern zu sorgen. Die Forderung nach härteren Strafen wurde auch von Richtern, Staatsanwälten und Kriminologen kritisiert. Wissenschaftliche Untersuchungen hätten gezeigt, dass härtere Strafen lediglich zu höheren Rückfallquoten führen würden, aber nicht die Kriminalität zurückginge. „Kriminalität hat soziale Ursachen“, so der Kriminologe Wolfgang Heinz. &lt;br /&gt;Migrantenverbände warnten in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und an Koch davor, dass der Wahlkampf kurzsichtig sei und „einen herben Rückschlag für den für die gesamte Gesellschaft so wichtigen Integrationsdiskurs&quot; bedeute.&lt;br /&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Koch der Rückfalltäter&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lediglich die CDU und Merkel unterstützen Koch und wollen über den so genannten Warnschussarrest, Erziehungscamps und die Anwendung des Erwachsenenstrafrechts auch für Jugendliche ab 18 Jahren – in Deutschland ist man erst mit 21 voll strafmündig – diskutieren. Erst als Koch nochmal nachlegt und ein erhöhtes Strafmaß für Kinder unter 14 fordert, distanziert sich die CDU. Keine Kinder in Gefängnissen lautet ihre Botschaft. Der Ministerpräsident hatte dagegen auf eine „sehr aggressive Kriminalität in einer sehr kleinen Gruppe&amp;nbsp; von Menschen unter 14 Jahren“ verwiesen. Diese Hetzkampagne im Wahlkampf ist für Koch nichts Neues. Bereits 1999 wetterte er gegen das Vorhaben der Schröder-Regierung, &lt;br /&gt;die doppelte Staatsbürgerschaft einzuführen. Ängste vor Überfremdung wurden geschürt nach dem Motto - man sei ja nicht evangelisch und katholisch – und Koch gewann die Wahl. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;„Abschaum“ und DNA-Tests in Frankreich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, wird mit Ressentiments gegenüber Ausländern Politik gemacht. Nicolas Sarkozy war als Innenminister so beliebt, weil er die harte Hand walten ließ und Zero Tolerance als Devise zur Kriminalitätsbekämpfung vorgab. In Vorstädten mit einem hohen Ausländeranteil sprach Sarkozy von Racaille (Abschaum), den es mit dem Hochdruckreiniger zu entfernen gelte. Durch diese Äußerung hatten sich viele Bewohner der Banlieues beleidigt gefühlt. Wenig später folgten die wochenlangen Unruhen nach dem Tod zweier Jugendlichen in Clichy-sous-Bois. Der ehemalige Innenminister verschärfte das Einwanderungsgesetz mehrere Male, wodurch u.a. die Familienzusammenführung von Einwanderern erschwert wurde. Im letzten Einwanderungsgesetz, diesmal unter Präsident Sarkozy, sind DNA-Tests vorgesehen, um die Zugehörigkeit von Migrantenkindern zu ihren Eltern zu überprüfen, wenn keine Geburtsurkunde vorliegt.&amp;nbsp; Diese Tests wurden scharf kritisiert, da sie Einwanderer von vornherein kriminalisieren würden. Härtere Jugendstrafen sind nicht nur in Hessen ein Thema. In Frankreich wurde bereits das Gesetz über Rückfalltäter erlassen. Die französischen Gefängnisse sind bereits überlaufen, was jetzt noch schlimmer werden dürfte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Vorwurf gegenüber Koch, die Gesellschaft zu spalten, kann man genauso gut Sarkozy machen. Nicht nur mit den DNA-Tests müssen Ausländer als Sündenböcke herhalten. Seinem Minister für Einwanderung und die nationale Identität, Brice Hortefeux, machte der französische Präsident die Vorgabe, 2008 25.000 illegale Einwanderer auszuweisen. Sarkozy ist bereits Präsident, für Koch entscheidet sich nächsten Sonntag, ob er Ministerpräsident bleiben kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lars Weber&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Monopoly über den Wolken!</title>
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    <pubDate>Thu, 24 Apr 2008 00:46:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;Ab und zu habe ich den Eindruck, dass Europa dabei ist, eine Art riesiges Monopoly-Spiel zu werden. Alle wollen alles aufkaufen. Man könnte sagen, dass die Unternehmer nicht allzu gut den Sinn der europäischen Integration verstanden haben. Und, Leute, der &quot;gemeinsame Binnenmarkt&quot;, das soll nicht heißen, dass man überall europäisches Monopol erschaffen soll, also, beruhigt Euch!&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Nun, das letzte genaue Beispiel ist der missglückte Übernahmeversuch von Alitalia durch Air France-KLM. Wir erinnern uns, dass 2004 die damaligen Anbieter im Bereich Luftfahrt aus Frankreich und den Niederlanden fusionierten. Also ist nun Italien an der Reihe. Erdrückt vom Gewicht seiner Betriebskosten und dabei, zahlungsunfähig zu werden, hätte Alitalia durchaus Bedarf nach einem Aufkäufer. Die Gelegenheit, sich noch etwas zu vergrößern, war somit gut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Nachteil von Air France-KLM, aber besonders von Alitalia, ist dieser Plan besonders aufgrund des Vetos der Gewerkschaften ins Wasser gefallen, die nach italienischem Recht ihre Zustimmung für jeden Besitzerwechsel von Alitalia geben müssen, was ein halbstaatlicher Marktteilnehmer bleibt. Die Forderungen der Gewerkschaften, insbesondere was das Arbeitsverhältnis angeht, waren für den Käufer, der letzten Endes den Rücktritt von seinem Angebot bekannt gab, inakzeptabel. Die Frage ist trotzdem noch lange nicht geklärt, da eine hundertprozentig italienische Lösung beim Abfangen von Alitalia kaum erwägenswert erscheint.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img height=&quot;197&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/.photo_alitalia_1__s.jpg&quot; width=&quot;240&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber die große Frage, die euch Allen zusetzt - da bin ich sicher - ist: warum ein solcher Appetit? Warum ein defizitäres Unternehmen aufkaufen, was nahezu bankrott ist? Aber ja, weil, um sich ein älteres italienisches, nicht mehr ganz so wackeres Unternehmen aufzuhalsen, zudem mit Gewerkschaften ringsherum, da muss man guten Willens sein! Es ist ganz hübsch, sich zu sagen: &quot;ich will der Größte werden&quot; - aber gut, da gibt es Imperien, die wegen weniger als das zusammen brachen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Ding an dieser Stelle ist, dass man vom Lufttransport spricht. Und der Lufttransport läuft ähnlich wie Strom, Schiene und Telefon - er funktioniert als Netzwerk. Und falls du auf einmal keinen Zugang mehr zum Netz hast, bist du tot. Stell dir Air France mit dem Ausspruch vor: hm hm, aber nein, ich kann dich nicht nach Neapel bringen, da es einfach keine Verbindung mehr zwischen Rom und Neapel gibt... Kompliziert, nicht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun aber, wenn man ein Flugunternehmen kauft, kauft man eine sehr wertvolle Sache, was sich &quot;slots&quot; nennt, also Marktlücken für Landung und Abflug. Und wenn ein Unternehmen auf einem Flughafen gut etabliert ist und sein Netzwerk über ein nationales Territorium organisiert hat, alles voll von &quot;slots&quot;, regelmäßigen Flügen und das und das, so nennt man das einen &quot;hub&quot;. Der &quot;hub&quot; von Alitalia ist der Flughafen Rom Fumicinio. Und wenn du Rom Fiumicino hast, kannst du ganz in Ruhe den Verkehr zu allen italienischen Flughäfen regeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also, ich mach die Rechnung: Air France + KLM + Alitalia = Roissy Charles de Gaulle + Amsterdam + Rom Fumicinio. Dabei kommt ein gutes Stück europäischen Gebietes heraus. So kann man die Verbindungen organisieren, indem man auf die drei Unternehmen setzt - keine Probleme mehr! Sagte ich euch nicht, dass das an Monopoly erinnert? Ihr erinnert euch, dass es bei Monopoly da immer jemanden gab, der alle Bahnhöfe gekauft und dadurch mühelos viel Kohle auch ohne Kauf von Hotels bekommen hatte. Und hier ist es genauso (nur mit Flugzeugen)!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende, falls Air France-KLM das Risiko eingehen möchte, Alitalia aufzukaufen, geht es auch darum, dass der Zugang zum Netz gut und gern auch Thema einer allgemeinen Beunruhigung ist. Der beste Beweis ist, dass Air France die Angelegenheit nicht fallen lässt und nun Ausschau hält nach ... Iberia, dem spanischen Anbieter! Nun, anstatt europäische Monopolstellungen sich entwickeln zu lassen, mit all dem Missbrauch, wozu diese verleiten, wäre es womöglich an der Zeit, sich noch einmal das System bekannter &quot;slots&quot; in Bezug auf die Vergabe anzuschauen, die formell immer noch den Staaten gehören. Vielleicht würde die Einführung von transparenteren Zugangsprozeduren eine beruhigende Wirkung haben auf das Feuer gewisser...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Alexis Brunelle&lt;br /&gt;Traduction: Mattias Jacob Becker&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>EU-NATO: Europäische Verteidigungspolitik nach Bukarest</title>
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    <pubDate>Tue, 22 Apr 2008 08:00:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dieses Jahr hat der NATO Gipfel vom 2. bis zum 4. April in Rumänien stattgefunden. Neben den Beitrittsverhandlungen, die mit dem Beitritt von Kroatien und Albanien und der Ablehnung der Ukraine und Georgien abschlossen, hätte dies ein Hochpunkt internationaler Politik sein müssen. Im Hinblick auf vorab erfolgte Ankündigungen Sarkozys bezüglich der Reintegration Frankreichs als Vollmitglied, ebenso seine Werbung für einen Europäischen Verteidigungspakt, konnte man gespannt auf gar revolutionäre Ergebnisse hoffen...aber „revolutionär“ ist offensichtlich kein Begriff, der dem internationalen Wortschatz entstammt.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/Europe%20D%C3%A9fense/.n627878581_106820_7878_m.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kein wirklich europäischer Gipfel&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemäß den Aussagen der amerikanischen NATO Botschafterin am 22 und 25 Februar in Paris und in der London School of Economics haben die amerikanischen Repräsentanten in der europäische Verteidigungspolitik bisher nie ein Thema gesehen, welches Anlass dazu geben könnte, auf internationaler Ebene verhandelt zu werden. Besagte Botschafterin gibt selbst zu: „Ihnen erscheint es vielleicht seltsam, möglicherweise gar verdächtig, wenn eine amerikanische NATO Botschafterin Ihnen, den zukünftigen Britischen und internationalen Entscheidungsträgern gegenübersteht und und Sie dazu auffordert, für ein starkes Europa zu kämpfen.“ Nichtsdestotrotz, die Hürde scheint bereits genommen. Schließlich sind wir uns alle der Existenz einer zweiten internationalen Organisation bewusst, die fähig ist, für die weltweite Sicherheit zu sorgen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein! Da geht es wohl ein bisschen zu weit. Sicherlich, eine gemeinsame europäische Verteidigungspolitik besteht, man kann nur schwerlich die institutionellen, sehr gut einsatzfähigen Strukturen ausblenden. Eben diese Organisation ist im Übrigen soeben mit der NATO eine strategische Partnerschaft eingegangen. Aber nun gleich zu behaupten, dass die Europäische Union in der Lage wäre, Sicherheit weltweit zu gewährleisten...gelinde gesagt,das ist eher eine radikale Fehleinschätzung.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;ESVP: legitim und anerkannt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn sie noch immer nicht auf gleicher Augenhöhe zum mächtigen Nordatlantik Bund steht, so ist doch nicht bestreitbar, dass die ESVP für eine Verstärkung der europäischen militärischen Präsenz&amp;nbsp; in der Welt gesorgt hat. Und damit ist nicht nur der Balkan gemeint. Dadurch wird nun die EU als entscheidender strategischer und politischer Partner wahrgenommen. Entscheidend auch für die Zukunft der NATO, die sich jetzt gezwungen sieht ihre Ziele und Prioritäten in Anbetracht der neuen „globalen Herausforderungen“ zu überdenken. Diese Nachjustierung wird nicht zuletzt von strukturellen Bedürfnissen geleitet. Schließlich sind 21 der 28 Mitgliedstaaten der NATO auch Mitglieder der Europäischen Union. Die USA, die zwar, wie jeder weiß, die finanziellen Zügel in den Händen halten, können sich nicht mehr vor der Handlungsstärke einer Europäischen Verteidigungspolitik verschließen, zu der acht zehntel der NATO Mitglieder beitragen. George W. Bush sah sich gezwungen zuzugeben : „Dass ein starker Nordatlantikbund zweifelsohne auf starke Europäische Verteidigungskapazitäten angewiesen ist“. Aber bei diesem scheinbaren Zugeständnis ist Vorsicht geboten! Man liefe Gefahr, dem amerikanischen Präsidenten die Worte im Munde umzudrehen. Dieser spricht nicht umsonst von den „Kapazitäten europäischer Verteidigung“ und nicht von „Europäischer Verteidigung“ an sich. Wenn Bush seine europäischen Partner dazu auffordert ihre Investitionen zu erhöhen, so spricht er keineswegs vom Auf- und Ausbau institutioneller und politischer Strukturen europäischer Verteidigungspolitik. Klar ist es löblich, die Finanzen der Mitgliedstaaten konsolidieren zu wollen. Aber jeder weiß, dass zwischen Bereitstellung von Finanzmitteln und faktischen Taten Welten liegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was nun konzeptuell auch als Revolution hätte durchgehen können, erweist sich bei genauerem Hinsehen als nicht mehr, als die x-te Unverschämtheit seitens der Amerikaner. „Auf diesem Gipfel ermuntere ich unsere Europäischen Partner dazu, ihre Verteidigungsbudgets zu erhöhen, um sowohl NATO als auch EU Operationen zu unterstützen. Die USA sind davon überzeugt, dass mit dem Ausbau der europäischen Verteidigungskapazitäten, die an Stärke gewinnenden europäischen Staaten in der Lage sein werden, bei Einsätzen auf gleicher Augenhöhe mit uns zu agieren.“ Anders gesagt, ESVP ist nicht dafür da, eigenständig tätig zu werden. Wir unterstützen eure Entwicklung eben nur so lange, wie es uns selbst nützt. &lt;br /&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Eine autonome Europäische Verteidigung... aber bestimmt nicht unabhängig&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Was Präsident Sarkozy anbelangt, so fügt sich sein Vorschlag in Bukarest nahtlos in sein Politik seit dem Botschaftergipfel letzten August: „Dieser Gipfel ist extrem wichtig. Er erlaubt es uns der NATO zu begegnen und die Europäische Verteidigungspolitik zu stärken. (..) Ich möchte Präsident Bush für seine Worte danken. Wir benötigen die NATO und ebenso eine europäische Verteidigung. Wir sind abgewiesen auf die Vereinigten Staaten und die Vereinigten Staaten sind angewiesen auf starke Verbündete.“ Der letzte Satz ist eloquent: beide Institutionen sind untrennbar miteinander verbunden. Auch wenn der französische Präsident auch weiter seinen Wunsch nach einem „autonomen“ und „noch stärkeren“ Europa äußert, so gibt er wohl zu, dass die transatlantische Leine nicht zu trennen ist. Die USA werden auch weiter die Zügel der Verteidigungswirtschaft in den Händen halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist also schön und gut eine autonomes Europa zu lobpreisen, aber solange die Verteidigungsinteressen der europäischen Staaten auch weiter von wirtschaftlichen und industriellen Bündnissen mit den USA bestimmt werden, wird es niemals eine wirkliche Unabhängigkeit geben. Und wenn es keine wirkliche Selbstbestimmtheit der europäischen Verteidigungspolitik gibt, wird die ESVP auch für immer in der unsichtbaren Faust der NATO eingeschlossen bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übersetzt von Waleria Schüle&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Olympics: Paris bursts into flame</title>
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    <pubDate>Thu, 17 Apr 2008 18:09:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
        <category>Sport</category>
            
    <description>We were warned: &quot;Get prepared for some games !&quot; And it seems like the Olympics events happened a bit earlier. Indeed Monday April, 7th the flame tour stopped in Paris and the least we could say is that it has been brought out of track. Despite the €400 000 security staff, the pro-Tibet demonstrators definetely made their point in order to support the Dalai-Lama people. Will Beijing hear their claim? That is less certain...
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    <title>Europa und das kleine Dachfenster</title>
    <link>http://paris.cafebabel.com/de/post/2008/04/10/Europa-und-das-kleine-Dachfenster</link>
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    <pubDate>Thu, 10 Apr 2008 20:00:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Europa ist nicht ein Thema, was man als besonders telegen bezeichnen könnte. Auf jeden Fall spricht man so darüber.&lt;/strong&gt;
&lt;strong&gt;Aber warum dieses Zögern? Vielleicht weil man die politischen Akteure nicht gut genug kennt. Warum sollte man sich für&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Sequenzen mit Unbekannten in dunklen Anzügen interessieren, die einen Gemeindesaal mit um ihre Ordner geschlungenen Armen verlassen?&lt;/strong&gt;
&lt;strong&gt;Und wenn um 20 Uhr die Nachrichten über Europa reden, dann&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;doch, um eine neue Richtlinie bekannt zu geben, Absichten, die&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;durch einen festgelegten Plan von der Europäischen Kommission&lt;/strong&gt;
&lt;strong&gt;oder vom Europäischen Parlament illustriert werden. Das heißt, diese Themen werden gelegentlich fortgesetzt mit klärenden Sendungen.&lt;/strong&gt;
&lt;strong&gt;Und das wiederum ist interessant und sogar telegen!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Es scheint, dass sich die Sendungen über Europa im französischen Fernsehen einer Losung verschrieben haben: der Klarheit! Blicken wir also auf einige französische Sendungen für eine europäische Annäherung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Franzosen und Deutsche für eine Sendung über Europa: ein Rezept, das funktioniert?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wenn man an Europa innerhalb des Fernsehens denkt, stößt man gedanklich schnell auf Arte, den französisch-deutschen Kanal. Neben zwei Nachrichtensendungen, die sich um Aktuelles in Europa drehen, bietet der Kanal eine Sendung mit dem Namen Zoom Europa an. Um dieser Sendung einen stärkeren Impuls zu geben, hat sich Arte entschieden, sie mit einer bekannten Farbe von France Inter auszustatten, da Bruno Duvic dort die Nachrichten am Vormittag präsentiert. Der Moderator gibt dieser Farbe auf der Internetseite der Sendung eine Stimme: „Wir werden Phrasendrescherei und Fachsimpelei genauso wie unverständliche technische Begriffe vermeiden.“ Die Sendung schneidet also jede Woche im Plauderton unterschiedliche Themen an wie z.B. den „Freefight“, den Markt der Haustiere, oder den Schutz vor dem HI-Virus in Estland im Rahmen des Wochenendes von Sidaction.
Zoom Europa oder wann sich Europa mit allem vermischt!
&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Hier würzen die Aussagen der Gäste die Reportagen
&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Gehen wir nun über zu LCP (der parlamentarische Kanal), ein Kanal, der regelmäßig die institutionellen Entscheidungen bekannt gibt. Zuerst stellen wir fest, dass sich die Redakteure dieser Sendung nach einer Ideenabfolge richten: die Chroniken heißen „Meldungen“, „wichtige Meldungen“ und „äußerst wesentlich“! Am 10. März beschäftigte sich eine Reportage mit der Unterzeichnung des Vertrages von Lissabon durch das Europäische Parlament auf eine Weise, die an eine amerikanische Serie erinnerte, mit einer beunruhigenden Banderole und einer Tageszeitanzeige bei „24h chrono“. Da also gibt es zweifelsohne etwas, um eine nächtliche Sitzung in der Nationalversammlung lebhaft zu gestalten. Zögert man, dies als „ein bißchen zuviel“ zu bezeichnen? Man sollte wissen, was man will!
Schließlich hat die Moderatorin eine junge Radio- und Fernsehgestalterin porträtiert, die „sich darauf versteht, Europa Esprit und Glanz zu geben“. Nun ein Zoom auf einen leidenschaftlichen Flamenco-Tanz, um zu zeigen, was in Europa „als besonders erotisch gilt“: so also geht man vor, um die Zahl der Zuschauer zu erhöhen!
Aus einem ernsthafteren Blickwinkel ist der zusätzliche Trumpf dieser Sendung ohne Zweifel die Anwesenheit der Gäste, welche die Reportagen kommentieren und die Debatten erweitern.
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Und über das öffentliche Fernsehen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
All das ist sehr gut, aber was davon findet man im öffentlichen Fernsehen? Auf France 2 kannte man die Sendung „Union libre“, präsentiert von Christine Bravo, die Europa mit einer Leichtigkeit behandelte, ohne den politischen Aspekt zu überdehnen. Das Konzept war einfach: Repräsentanten aus unterschiedlichen Mitgliedsstaaten diskutierten an einem Tisch über kulinarische Traditionen oder ungewöhnliche Initiativen ihres jeweiligen Landes. Man stieß gleichermaßen auf Befragungen, um zu wissen, welches Land die größte Zahl am Haustieren bei sich beherbergt oder welche Europäer am meisten Pizza essen. Kurz gesagt, eine Sendung zum Vergnügen wie die anderen, aber als Eigenart mit einer vorgeschlagenen Tour durch Europa, oder vielmehr von Europäer zu Europäer. Währenddessen ist diese Sendung seit Sommer vom Programm verschwunden. Eingeladen von der Sendung „Plus clair“ auf Canal +, meinte Anfang März Jean-François Copé (der eine Kommission zur Zukunft des öffentlichen Fernsehens leitet), dass es keine Sendung, die sich mit Europa auseinandersetzt, im öffentlichen Fernsehen Frankreichs mehr geben wird. Aber dabei war «Avenue de l’Europe&amp;nbsp;» nicht mitgerechnet. Diese wöchentlich ausgestrahlte Sendung von zehn Minuten spricht jede Woche ein allgemeines Thema wie das nachhaltige Wachstum oder die Abtreibung an. Das Vorhaben liegt darin, die verschiedenen Beispiele der Mitgliedsstaaten miteinander zu konfrontieren, um zu zeigen, welche Lösungen bei einer generellen Problematik bereit gestellt werden können. So hat bei einer Sendung, die sich mit Fettsucht befasste, Véronique Auger bekannt gegeben, dass mit dem Warten auf ein europäisches Projekt zu diesem Thema (in Bezug auf die Kontrolle von Nahrungsmitteletiketten) uns mehrere Reportagen die unterschiedlich durchgeführten Operationen in den Mitgliedsstaaten präsentieren. Eine kurze sowie dynamische Sendung, ausgestrahlt an jedem Samstag kurz vor 20 Uhr.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Und falls es eine Diskussionssendung ist, die uns fehlt?&lt;/strong&gt;
&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Wir empfangen also Reportagen, die es sich zum Ziel setzten, die europäischen Herausforderungen zu entschlüsseln und eine Vielzahl an Meinungen zu zeigen. Dennoch, wenn er etwas zum Ausdruck brachte, zitierte Jean-François Copé die France Europe Express, eine Sendung, die heute von den Bildschirmen verschwunden ist. Über anderthalb Stunden empfing Christine Ockrent einen Gast und dessen Widersacher. Vielleicht ist es das, was heutzutage fehlt: eine Sendung, die gegensätzliche Meinungen und die Einnahme von engagierten Positionen zulässt, um europäische Debatten in Frankreich möglich zu machen. Erinnern wir uns an das Chaos an Ideen rund um das Projekt eines Vertrages für eine Verfassung!&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Haude-Marie Thomas
&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Trad.: Matthias Jakob Becker&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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  <item>
    <title>Der Blues des französischen Fußballs</title>
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    <pubDate>Thu, 10 Apr 2008 17:12:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
        <category>Sport</category>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/85/260820489_fca040b824.jpg?v=0&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Es ist schon 15 Jahre her: 1993 gewann Olympique Marseille die Champions League. Seitdem: nichts mehr. Kein französischer Club hat es geschafft, sich an die Spitze des europäischen Fußballs zu setzen. Real Madrid hat den begehrten Cup bereits neunmal geholt, Liverpool konnte fünf Titel sammeln, viermal gewann Bayern München. Die französischen Mannschaften sehen dagegen blass aus.&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Für Bernard Laporte, dem Staatssekretär für Sport, liegt der Hauptgrund für die Misere des französischen Fußballs in dessen finanziellen Defiziten. „Das Problem liegt im wirtschaftlichen Bereich“, sagte der ehemalige Trainer der Rugby-Nationalmannschaft gegenüber Journalisten des Magazins Téléfoot.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Milliardär für Chelsea&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Während sich die ausländischen Investoren hauptsächlich nach europäischen Clubs umsehen, wie etwa der russische Milliardär Abramowitsch im Fall Chelsea oder die amerikanischen Investoren bei Manchester, landet nur wenig ausländisches Kapital in Frankreich. „Dabei gibt es nicht viele Clubs, die ausländische Investoren abweisen würden. Der Grund ist: Man zieht sie gar nicht erst an“, sagt Laporte. „Und wenn sie unsere Einnahmen sehen, wenn sie unsere Spielregeln lesen, dann sagen sie sich: ‚Hier lohnt es nicht zu investieren, legen wir unser Geld besser in Spanien oder England an.’ So einfach ist das.“ Denn die französischen Budgets liegen im europäischen Vergleich im unteren Bereich. Nach einer Studie der Treuhandgesellschaft Deloitte über die Geschäftszahlen europäischer Fußballvereine belegen Real Madrid (mit €351 Millionen), Manchester United (€315 Millionen) und der FC Barcelona (€290 Millionen) die ersten drei Plätze, während Olympique Lyon (€141 Millionen) als bester französischer Club auf dem dreizehnten Rang landet, gefolgt von Olympique Marseille auf Platz 19 (€99 Millionen). Das strengere Steuersystem in Frankreich macht die französischen Vereine weniger attraktiv. Dazu kommt, dass die Einnahmen aus den Fernsehübertragungsrechten aufgrund einer Solidaritätsklausel mit den kleinen Clubs geteilt werden müssen. In erster Linie betrifft das die Spieler. Robert Pires, ein französischer Fußballspieler, der den Großteil seiner Karriere in England bei Arsenal gespielt hat, bestätigt vor den Kameras von Téléfoot&amp;nbsp;: „Aus sportlicher und aus finanzieller Perspektive ist es nicht einfach, nach Frankreich zurückzugehen ,,,das ist nicht möglich.“
Das deutlichste Beispiel in der ersten Liga ist dafür Paris Saint-Germain, das immer wieder dem Spott der Medien ausgesetzt ist. Der ehemalige Trainer der Mannschaft, Luis Fernandes, nennt gegenüber der Tageszeitung „Direct Plus“ (vom 27.03.08) die Gründe für das Debakel bei den Parisern: „Es sind die Jugendmannschaften, in denen die Voraussetzungen geschaffen werden. Mit den ersten Titeln und mit dem Einstieg von Canal +, hat man begonnen, auf europäische Maßstäbe anzuwachsen. Doch man hat die Chance nicht genutzt, sich ein solides Fundament zu schaffen.“ Und weiter sagt er: „Es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer, und man fand kein Hilfsmittel dagegen, besonders nicht im Jugendbereich. Die meiste Zeit war man damit beschäftigt, Trainer zu entlassen … und den Präsident, sowie Spieler zu kaufen und zu verkaufen.“&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vereine versus Nationalmannschaft&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Wie kann man mit den englischen Gehältern mithalten, die dreimal so hoch sind wie der französische Durchschnitt? Obwohl einige Clubs wie Lyon versuchen, ihre Einnahmen durch einen Börsengang oder ein ausgeklügeltes Marketing auszuweiten (von Trikots über Friseursalons und im Falle von Olympique Lyon sogar Fahrschulen), blieben diese Initiativen jedoch die Ausnahme. Eric Besson, neuer Staatssekretär für Zukunftsforschung, ist daher auch mit einer Mission von größter Wichtigkeit betraut: er soll sich um die Wettbewerbsfähigkeit des französischen Fußballs kümmern.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Doch es gibt auch ein paar Lichtblicke: Frankreich verfügt über ein gutes Netz von Ausbildungszentren, in denen jedes Jahr die Fußballstars von Morgen entdeckt werden – auf französischem, wenn nicht sogar auf europäischem Niveau. Haben Vereine wie Cannes, Auxerre, Lyon oder auch Monaco nicht namhafte Spieler aus ihrer Jugend hervorgebracht, wie Zinedine Zidane, Thierry Henry, Franck Ribéry oder Karim Benzema? Der Beweis: Die französische Nationalmannschaft ist bei den letzten Weltmeisterschaften in Deutschland bis ins Finale gekommen. Und: Sie haben sich für die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz qualifiziert, während David Beckham und seine britischen Mitspieler die Endrunde im Juni dieses Jahres nicht erreicht haben.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;-Johara BOUKABOUS&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Foto: Marius Hanstad/FlickR&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Übersetzt von Jan Elhert&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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  <item>
    <title>Europa - diskret, und doch revolutionär</title>
    <link>http://paris.cafebabel.com/de/post/2008/04/10/Europa-diskret-und-doch-revolutionar</link>
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    <pubDate>Thu, 10 Apr 2008 16:26:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
        <category>Die Europäische Union</category>
            
    <description>&lt;p&gt;Es gibt Momente der Zweifel. Situationen, in denen der Glaube ins Schwanken gerät und die Überzeugung einen im Stich zu lassen scheint. Oft ist dann die Versuchung groß, sich dem Zynismus und dem Relativismus hinzugeben. Manchmal enttäuscht Europa uns eben. Zu langsam, zu schwach, zu unsichtbar. Wie oft hat man sich nicht einen großen Knall gewünscht, einen radikalen Umbruch! Irgendetwas, was allen beweist: schaut her, HIER IST ES, hier ist das Modell des neuen Milleniums, schaut her, SO werden wir uns aus alten Zwängen befreien, alte Raster über Bord werfen, alte Machtstrukturen sprengen, versteinerte Hierarchien umwerfen und überkommene Mythen verwehen.&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Aber dieser Moment wird niemals kommen. Keine Dramen, keine Riesenwellen, die Union wächst einfach weiter vor sich hin und bringt uns mit ihrer Diskretion auch weiter zur Verzweiflung...&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Doch neben dieser gräulichen Unbestimmtheit gibt es auch einiges, was die Nebel der Unentschlossenheit durchdringt, Zeichen, die vielleicht unseren Glauben am Leben halten können. Zarte Bewegungen, Andeutungen und Eindrücke...mit dem bloßen Auge kaum erkennbar. Am 26. Februar diesen Jahres zum Beispiel startete der Europäische Rat (im Volksmund auch als Ministerrat bekannt) eine technologische Initiative zur kooperativen Weiterentwicklung des Wasserstoffmotors. Ja, und? Naja, die Rede ist von einem Projekt, welches eine der umweltschonendsten alternativen Energieressourcen alltagstauglich machen soll. Ziel ist eines in nächster Zukunft Motoren zu betreiben, die nicht mehr als reinen Wasserdampf in die Atmosphäre ausstoßen. Ja klar, das alles kostet natürlich ein Vermögen.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine Kooperation die mit viel Applaus begrüßt werden sollte&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Das Ziel ist also eine wirtschaftlich vertretbare Lösung zu finden, die es ermöglichen soll, eines Tages die Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs mit diesen Motoren ausstatten zu können. Ohne schon wieder auf die Klimaerwärmung zurückzukommen, müsste jedem sofort das allgemeine Interesse an derartigen Fahrzeugen einleuchten.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Schon allein der Inhalt und die Zielsetzung der Initiative verlangen Applaus. Aber noch interessanter ist eigentlich die gewählte Umsetzungsstruktur. In dieser spiegelt sich nämlich die große Ambition des Projekts wieder. Ein Unternehmen, dessen Gesellschafter einerseits die Europäische Kommission und andererseits eine Assoziation der Unternehmen des entsprechenden Sektors werden. Dieses Unternehmen wird dann für die Verteilung der Gelder und die Koordination der Forschungsprojekte verantwortlich sein und auf diese Weise einer zu großen Zerstreuung der Finanzmittel vorbeugen. Allein die Kommission plant nun 470 Millionen Euro zu investieren und hofft auf eine ebenso hohe Beteiligung der Industriellen.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was ist nun der Vorteil einer derartigen Organisation?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Zunächst gelingt dadurch eine optimale Bündelung der öffentlichen und privaten Gelder.
Insbesondere aber ermöglicht diese Struktur die Kombination Erforschung und Befriedigung öffentlicher Bedürfnisse mit den fundierten Fachkenntnissen der Privatwirtschaft. Man überwindet gleichzeitig die traditionellen Anfeindungen zwischen „netten“ öffentlichen Organen und „bösen“ gewinnbesessenen Wirtschaftsunternehmen. Jene die nunmehr die Auflösung der öffentlichen Gewalt befürchten, können beruhigt auf die Tatsache verwiesen werden, dass die Initiativgewalt immer noch die Europäischen Union und nicht die Industrie inne hat. Es ist die öffentliche Hand der Union, die beschlossen hat, zum Besten eines für unseren Kontinent lebenswichtigen Projektes auf den privaten Sektor zu vertrauen. Die öffentlich-private Partnerschaft ist keineswegs gleichbedeutend mit der Zurückweisung politischer Verantwortung. Nein, dieses „Experiment“ entspringt bloß der Überzeugung, dass dem Geweinwohl mit einer innovativen Lösung besser gedient ist.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine europäische Antwort auf den Klimawandel&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Betrachten wir doch mal aus einiger Distanz, was sich derzeit alles um den Klimawandel und die Erderwärmung tut. Ja, die Gefahr ist groß. Aber eben diese Gefahr zwingt uns kreativer zu werden, unsere Gewohnheiten zu überprüfen, ebenso unsere Machtstrukturen und die Werte unserer Gesellschaften. Die Angst vor dem Klimawandel geht einher oder verursacht einen gesellschaftlichen Wandel, wahrscheinlich sogar zum Besten. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Europäische Union die besten Möglichkeiten für den besten gesellschaftlichen Wandel bietet. Und mit dieser Gewissheit kann ich auch getrost auf den großen Knall und die radikalen Umbrüche verzichten.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Alexis Brunelle&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Übersetzt von Waleria Schüle&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Europa, la discreta revolucionaria</title>
    <link>http://paris.cafebabel.com/de/post/2008/04/09/Europa-la-discreta-revolucionaria</link>
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    <pubDate>Wed, 09 Apr 2008 16:41:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;Hay momentos en que podemos dudar, momentos en que las convicciones nos ciegan. Es en esos momentos cuando la tentanción es capaz de caer en el cinismo y el relativismo. En ocasiones Europa nos decepciona. Es demasiado lenta, demasiado débil y muy poco visible. Nos gustaría que sucediese un ¡boom&amp;nbsp;! Cualquier acción que llamase la atención a la gente: aquí está el modelo del nuevo milenio, veamos como poder salir de los viejos esquemas de poder, de las jerarquías estancadas, de los antiguos mitos.&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Pero este momento parece que nunca llega. Nada de dramas, la Unión continúa y nosotros nos desesperamos con su discreción.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Pero a través de este gris difuminado, se disipan las brumas de la indecisión y surgen signos que nos permiten mantener la esperanza. Pequeños cambios, impresiones apenas visibles para el ojo humano. El pasado 26 de febrero El Consejo de la Unión Europea (vulgarmente designado como Consejo de ministros) lanzó la iniciativa tecnológica conjunta de crear una pila de combustible de hidrógeno (ITC). ¿De qué se trata&amp;nbsp;? Estamos ante un proyecto que pretende reforzar la investigación en nuevas formas y  ahorro de energía cuya ventaja principal es la emisión únicamente de vapor de agua. La mayor desventaja es que cuesta una fortuna.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ITC, une empresa conjunta que hay apoyar&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Con esta iniciativa se pretende alcanzar una solución comercialmente viable de cara a equipar los vehículos con este tipo de pilas. Parece no estar presente la problemática del calentamiento global despertando gran interés entre el público por vehículos que sólo emitan vapor de agua.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Dicha iniciativa debe ser apoyada por todos. Pero lo más interesante es la estructura escogida. Es la idónea teniendo en cuenta la ambición del proyecto. ITC será una gran empresa cojunta, es decir, una empresa cuyos socios serán, de una parte, la Comisión Europea, y de la otra, una asociación de representantes de las empresas del sector. El organismo así concebido distribuirá los fondos y coordinará los proyectos de investigación, lo que permitirá evitar al máximo la dispersión en la financiación. La Comisión va a inyectar 470 millones de euros en el proyecto y las empresas deberían invertir otro tanto, o eso es lo que desearíamos...&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;¿Qué interés despierta esta organización ?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Realmente se podrá concentrar la financiación pública y privada. Pero sobre todo, este modelo de partenariado público-privado permite combinar la investigación de interés general y el progreso del conocimiento con la eficacia de las empresas privadas. Y pasar de posturas estériles entre los organismos públicos de investigación y las empresas ante la falta de beneficios. Para aquellos que temían las disolución de los poderes públicos dentro de la lógica privada, claramente es la Unión Europea la que toma la iniciativa y no la industria, prestando todo su apoyo al sector privado para desarrollar un proyecto que consideran necesario para el futuro del continente. El partenariado público-privado no implica el abandono de la responsabilidad política, como afirman los denominados progresistas, pero que sólo adoptan posiciones conservadoras. Se trata simplemente de la idea de que el interés general se encuentra mejor atendido por una acción pública más eficaz y más flexible.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Una respuesta europea frente al calentamiento global&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Mantengamos las distancias, miremos todo lo que está sucediendo a nuestro alrededor en cuestiones medioambientales y de calentamiento global. Pues sí, el peligro es grande pero dicha amenaza nos incita a ser más creativos, a revisar los comportamietnos y las estructuras de poder y todo lo que da valor a nuestra sociedad. El pavor medioambienteal transforma nuestra organización social, probablemente para mejorar. Y tengo la convicción absoluta de que la Unión Europea es la mejor herramienta para reconducir el cambio social.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Alexis Brunelle&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Traducción: Alexandra Carrera&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Eine Untersuchung von Natur und Ursachen des gemeinen Studentenlebens: Der Vortrag</title>
    <link>http://paris.cafebabel.com/de/post/2008/04/05/Eine-Untersuchung-von-Natur-und-Ursachen-des-gemeinen-Studentenlebens%3A-Der-Vortrag</link>
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    <pubDate>Sat, 05 Apr 2008 20:38:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
        <category>Transkultur</category>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Es gibt nichts aufregenderes als einen öffentlichen Auftritt, besonders wenn er auf französisch sein muss, eine Sprache, die auch nach sechs Monaten härtestem Einsatz noch immer nicht zu meiner zweiten Muttersprache geworden ist. Diese Woche hatte ich die ultimative Feuertaufe – mein erstes exposé en oral, einen mündlichen Vortrag. Auf dem Prüfstand auch die Frage, wie tief ich bereits in die Goldenen Regeln der méthode française eingetaucht bin.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/Chroniques/ClassroomOK.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Für jeden Kurs gibt es an der Sorbonne einen cours magistral, bestehend aus einer Vorlesung des Professors und zwei Stunden travail dirigé, also dem Arbeiten in kleineren Gruppen. Die Idee des Letzteren ist es, beim Stoff mehr ins Detail zu gehen und die Mitarbeit der Studenten zu fördern. Na ja, es wäre schön, wenn das so wäre! In Wirklichkeit aber wählt sich jeder Student ein Thema welches er dann vor den Kommilitonen präsentiert – für alle anderen also zwei weitere Vorlesungsstunden pro Kurs pro Woche. In den letzten sechs Monaten habe ich schon einige solcher travaux dirigés durchmachen müssen, und die méthode française mit ihren sich ewig wiederholenden „la première grande partie, la première sous-partie, la deuxième sous-partie, la deuxième grande partie etc etc“ erscheint mir bald wir eine karolingische Liturgie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Lektion Nr. 1: So nicht!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Qualität der Präsentationen ist sehr unterschiedlich. Die meisten sind einfach nur langweilig, weil die Kommilitonen in irrsinniger Geschwindigkeit durch ihre duzenden von Seiten und Notizen rasen. Trotzdem ist der ein oder andere Performer dabei, der dir als Zuhörer den Eindruck gibt, es könnte möglicherweise gleich etwas Interessantes kommen. Die Einführung findet dann noch in menschlicher Geschwindigkeit statt. Und gerade wenn du dich in der schönen Illusion wiegst, dass der Vortrag verstehbar werden könnte, strecht der Kollege die Finger, greift zu seinem Papierstapel und fährt mit Lichtgeschwindigkeit fort. Was dann passiert nennt man auch ein Fast-tot-Erlebnis: Namen, Bilder und Daten&amp;nbsp; rasen vor deinem inneren Auge vorbei und werden zu Lettern und Ziffern ohne Sinn und Ziel. Wenn du nach einer halben Stunde noch so bei Bewusstsein bist, dass du den Weg auf dem Klassenraum findet, kannst du eigentlich alles überleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Lektion Nr. 2: Sondern eher so...&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;br /&gt;Tatsache ist aber, dass wenn alles in einer fremden Sprache passiert und du die ganze Zeit nichts anderes machst, als eine Person anzustarren aus deren Mund du kein einziges Wort verstehst, du eine große Sensibilität für andere Dinge entwickelst. Zur Zeit ist Artikulation mein Lieblingsthema. Die meisten Studenten murmeln 30 Minuten lang monoton vor sich hin, so dass es schon schwierig ist herauszufinden, wo ein Satz aufhört und der nächste beginnt. Während meiner eigenen Präsentation habe ich also genau darauf geachtet, wirklich J-E-D-E-S W-O-R-T deutlich auszusprechen. Mit dem Ergebnis, dass es sicher so aussah, als spräche ich zu einer Gruppe halb tauber Rentner, ohne dabei viel Respekt vor den Hörorganen meines Publikums zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich folgt jede Präsentation einem Plan, der meist an die Tafel gemalt wird. Hier wird die ganze Gefahr moderner Informationstechnologie deutlich, bei der jeder nur noch pausenlos auf Tastaturen herumtippt: die Handschrift wird dabei unmöglich zu entziffern. Ich hatte mich also entschlossen, meinen Kommilitonen die Aufgabe zu ersparen meine Schripse zu entschlüsseln, und den Plan ausgedruckt und an alle zu verteilen. So hat jeder die Möglichkeit auf das Papier zu starren, sehr interessiert drein zu schauen und dabei meine ganzen grandes parties und sous-parties mit hübschen Blümchen zu verzieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fazit: Warum gehen wir eigentlich in solche Vorlesungen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo liegt aber das Geheimnis? Was treibt uns um sieben Uhr morgens aus den Betten um an diesen Vorlesungen teil zu nehmen? Es ist die reprise, der magische Augenblick, in dem der Studentenvortrag fertig ist und der Professor übernimmt. Der Augenblick, in dem du den tieferen Sinn deiner akademischen Existenz erkennst und du dich plötzlich erstaunlich motiviert fühlst. Leider ist dieser Moment meist nur von kurzer Dauer, denn es gibt immer noch einen weiteren Studenten, der nur darauf wartet, dich in sein intellektuelles Abenteuer zu entführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ok, der Fairness wegen: manche Präsentationen sind wirklich gut, man wird super unterhalten und ist heilfroh zu sehen, dass unsere Generation noch nicht vollends verloren ist, sondern möglicherweise kompetent genug, um in die Fußstapfen unserer Väter und Mütter zu treten. Und natürlich fühlt es sich noch besser an, wenn du es bist, der diese Mission erfüllt, d.h. eine halbe Stunde zu sprechen, ohne dass jemand zu schnarchen anfängt. Dann weißt du, es ist vorbei, und du wirst deine Kommilitonen nie wieder dieser Qual aussetzen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soili Semkina&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Témoignage : Paris, 16.03.2008, Buchmesse.</title>
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    <pubDate>Tue, 01 Apr 2008 08:50:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
        <category>Transkultur</category>
            
    <description>&lt;p&gt;Paris im Regen. Chronik eines verpatzten Anschlags &lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;div&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.imageloop.com/looopSlider2.swf?id=d3e6d34f-0f7e-140f-a5ff-0015c5fd2ed5&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; quality=&quot;high&quot; scale=&quot;noscale&quot; salign=&quot;l&quot; wmode=&quot;transparent&quot; allowScriptAccess=&quot;always&quot; flashvars=&quot;c=01,01,02,01&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;325&quot; style=&quot;width:425px;height:325px;&quot; &gt;&lt;/embed&gt;&lt;div style=&quot;width:425px;padding-top:3px;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imageloop.com/setuplooop.htm&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.imageloop.com/_img/bt_myo_new.gif&quot; border=&quot;0&quot; style=&quot;display:inline&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://www.imageloop.com/slideshow/d3e6d34f-0f7e-140f-a5ff-0015c5fd2ed5&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.imageloop.com/_img/bt_vap_new.gif&quot; border=&quot;0&quot; style=&quot;display:inline;vertical-align:top;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;    &lt;p&gt;Une heure avec David Grossman – Den Vortrag, den ich auf der Pariser Buchmesse besuchen wollte, war für 18 Uhr angesetzt. Um fünf saß ich noch immer im RER B zur&amp;nbsp; Cité Universitaire. Glücklicherweise fährt die Straßenbahn, die dort vorbei kommt direkt zur Porte de Versailles. Es schien, als hätte ganz Paris die gleich Idee gehabt wie ich. Alle fuhren irgendwie zum Pariser Messegelände, das gerade ein ganzes Bündel an Veranstaltungen bietet – darunter auch die Buchmesse. Als ich es durch das Gedränge an der Straßenbahn schaffte, merkte ich, dass ich irgendwie gegen den Strom unterwegs bin, alle anderen versuchten aus der Bahn heraus zu kommen. Warum nur? Ich hörte jemanden sagen, es sei nicht möglich einzusteigen, alle sollten sich zum sortie begeben: „Für heute, gute Frau, müssen Sie Ihren literarischen Spaziergang leider aufgeben“, erklärte mir lächelnd ein Polizist. Wäre so etwas in Italien passiert, es hätte zweifellos in einem Chaos&amp;nbsp; geendet, in einer mörderischen Massenpsychose. Meine Augen trafen zufällig die einer Dame mittleren Alters, die sagte: „Wissen Sie, vielleicht ist's ja eine Bombe.“ Sie sagte dies mit dem gleichen Ton&amp;nbsp; in dem man sagt: „Wissen Sie, vielleicht wird es morgen regnen in Paris – das haben sie zumindest in der Wettervorhersage angekündigt.“ Im Bewusstsein, dass da genau jetzt irgendetwas unter meinen Füßen explodieren könnte folgte ich vorsichtig den Anweisungen der Polizei. Die U-Bahn war vorsorglich schon einmal komplett gesperrt. Ich zog es vor, nicht die Straßenbahn zu nehmen, denn wäre ich ein Terrorist, würde ich garantiert genau den Zug für meine Bombe auswählen, der vor Leuten überquillt, die an einem simplen Kulturevent teilgenommen haben – oder es zumindest versuchten. Mit einer Zeitung unterm Arm und meinem pastellfarbenen Regenschirm, der verwegen dem Pariser Wind trotzte, verließ ich traurig Porte de Versailles. Eine Stunde später wurde der Alarm aufgehoben, ich aber war schon weit weit weg, mit einem Crêpe in der einen Hand und meinem Stadtplan in der anderen, der sich noch nie in diesen 15 ersten Tagen meines Erasmus-Aufenthaltes also so nützlich erwiesen hatte wie an diesem Tag. Die Veranstaltung dauert noch bis zum 19. März. Es wird also noch viele Vorträge geben. Und die Rolle Israels, oder besser gesagt: die Rolle der israelischen Literatur auf dieser Buchmesse, hat viel Polemik provoziert. Ich habe auf jeden Fall gehört, dass das Wetter in den nächsten Tagen besser werden und eine schwache Frühlingssonne die Pariser Dächer wärmen soll – ist zumindest das, was der Wetterbericht sagt...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F. A.&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>La Parisienne vom cafébabel.com: dabei, die Welt zu erobern!</title>
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    <pubDate>Mon, 31 Mar 2008 08:00:00 +02:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/cafebabel_RGB_fr_paris.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eingekeilt im Westen Europas, umgeben von einer Bevölkerung, welche die Europäische Union bestenfalls als ein etwas Sympathisches, ohne sie zu verstehen, oder schlimmstenfalls als eine potentielle Bedrohung sieht - dennoch bleibt die Radaktion von Paris ehrgeizig. Deshalb startet sie einen neuen an die Freiwilligen gerichteten Aufruf! Die allgemeine Mobilisierung steht an, die Erhebung der Massen, der Aufstand der Bevölkerung!!!&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Bleibt beruhigt, unser Ziel ist es nicht, die Straßen von Paris mit Feuer und Blut heimzusuchen (der Mai 68 liegt weit zurück), sondern lediglich die Entwicklung von Babel Paris fortzuführen, wobei dieses Abenteuer schon vor sechs Monaten begann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was schlagen wir Euch also innerhalb des Programms der Festivitäten vor?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Könnt Ihr schreiben?&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;br /&gt;Habt Ihr das Fieber der Journalisten, oder eine kleine Feder, und außerdem seid Ihr ein Fan von Europa? Aber dann ist La Parisienne wie geschaffen für Euch! Der Rahmen der Edition vollzieht sich unter mehreren Aspekten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; - Über Paris sprechen, wie es hier doch viel zu schön ist, was hier so passiert, &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; und alle Europäer der Welt eifersüchtig machen, dass sie nicht in dieser &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; wonderful amazing City leben, die einfach zu toll ist. Hier folgt als Beispiel &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; ein Artikel.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; - Darüber schreiben, was in Frankreich passiert und was eventuell unsere &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Freunde jenseits des Ärmelkanals, des Rhein, der Pyrenäen und wesentlich &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; weiter weg interessieren könnte. Unsere bevorzugte Sache? Über die &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Verschiedenheiten unseres wunderschönen Landes schreiben, das beinahe auch so &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; fein ist wie Paris (ja ok, die Provinz zieht das Niveau runter - etwas Ironie für &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; unsere Freunde der Peripherie!). Ein kleines Beispiel mit einem&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; einfachen &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Klick. &lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; - Nicht zu vergessen: ein paar kleine Sachen über das, was Frankreich in Europa &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; tut (mit eingerechnet Brüssel) und wie seine Nachbarn es wahrnehmen. Wenn Ihr &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; sehen wollt, was es da so gibt, geht es hier lang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Ihr könnt nicht schreiben, dafür aber gut sprechen?&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold; font-style: italic;&quot;&gt;&lt;br /&gt;Wenn Ihr in dieser Situation seid, fühlt Euch nicht im Stich gelassen. La Parisienne denkt an alle! Babel Paris ist Partner vom Radio Campus Paris, ein studentischer Sender. Und jeden Donnerstag Abend bringt sich eines seiner Mitglieder in die tägliche Sendung ein, um über ein Thema rund um Europa zu sprechen: der Vertrag von Lissabon, der Kosovo, Finnland usw. … Ich lasse Euch selbst entscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst wenn das Rundfunkjahr schon beinahe vorbei ist, beunruhigt Euch nicht. Unser Ehrgeiz für das nächste Jahr geht so weit, eine eigene Sendung zu gestalten (einmal alle zwei Wochen), und zwar ganz und gar Europa gewidmet. Wenn Euch eine solche Idee gefällt, lasst uns von jetzt an zusammen kommen!&lt;br /&gt;Und dann gibt es noch eine Anzahl von zwölf Kolumnen auszufüllen. Da könnt Ihr auf jeden Fall noch ein Plätzchen finden! Die Studios für Euch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Ihr habt andere Talente?&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Radio und der Blog sind momentan die zwei Hauptpole der Parisienne. Aber Ihr sollt wissen, dass die Gruppe für jedes neue Projekt offen ist. Es gibt derlei mehrere:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; - Entwicklung des Austauschs mit Partnerschaften, um die Organisation &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; kennen &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; zu lernen und bei diesem großen Abenteuer neue Teilnehmer aufzunehmen.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; - Planung und Durchführung von regelmäßigen Debatten, Konferenzen, &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Rundgesprächen mit der Organisation über Themen zu Europa.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; - usw. …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Also, wir erwarten unbändig Eure Antworten und Vorschläge!&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Bis sehr bald in der wunderschönen Welt Europas.&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Die Redaktion von La Parisienne,&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;Kontact : paris@cafebabel.com&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;PS: wenn Euch Übersetzungen auch interessieren, zögert nicht!!! Französisch, Englisch, Italienisch, Deutsch oder Spanisch: es ist für Alle etwas dabei!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;Trad.: Matthias Jakob Becker&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>War Chirac ein überzeugter Europäer?</title>
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    <pubDate>Fri, 28 Mar 2008 14:00:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Während Sarkozy sich gerade unfreiwillig auf einer der eindrucksvollsten Talverfahrten der politischen Geschichte Frankreichs befindet - er fällt gerade ebenso schnell, wie er auch die Macht an sich gerissen hatte - können die Dinosaurier auf ein come back anstoßen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/./.chiracprofil_caricature_zone_t.jpg&quot; /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/./.sarkozy_caricature_zone_t.jpg&quot; /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Image Caricature Zone : &lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://paris.cafebabel.com/de/post/2008/03/28/www.magixl.com&quot;&gt;www.magixl.com&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Vor einigen Wochen erschien Chirac, wohl gepackt von dem Verlangen nach einem Bad in der Menge,auf dem Salon International de l‘Agriculture“ - einer riesigen, der Landwirtschaft gewidmeten Messe in Paris - um Besuchern und Ausstellern die Hand zu schütteln und sich einen persönlichen Eindruck von den Produkten aus der Region zu verschaffen. Im Gegensatz zu der Geringschätzung mit der einige Tage zuvor Herr Sarkozy zu emfangen wurde - einer der Besucher bezeichnete diesen als „schmutzig“ - sah sich Chirac mit Hochachtung überhäuft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Art von déjà-vu hätte an sich schlicht als amüsant bezeichnet werden können, wenn nicht die Presse auf einen anderen Zug aufgesprungen wäre. Sie ließ sich nämlich mit Leidenschaft dazu hinreißen, die „Rückkehr“ Chiracs in die Herzen der Franzosen, und, ja, sogar der Europäer, zu proklamieren....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nostalgische Reminiszenz....&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;br /&gt;Es ist wohl wahr, das es einige auf der internationalen Bühne gibt, die unseren ehemaligen Staatschef vermissen. Es ist ebenso wahr, dass unsere europäischen Partner teilweise nostalgisch an das Paar Chirac - Shroëder zurückdenken. War es zwar weniger leidenschaftlich als das Pärchen Sarkozy- Merkel (dieses ist manchmal wohl zu leidenschaftlich), doch in jedem Falle harmonischer. Mit den beiden gemütlichen Dinos konnte Europa ohne viele Turbulenzen voranschreiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Aktivismus des Speedy- Sarko schürt derzeit eher Ängste bei unseren europäischen Partnern, doch stand auch Chirac mit seinem traditionelleren Regierungsstil oft genug in der Kritik. Der Europaenthusiasmus des Amtsvorgängers musste sich dem Vorwurf des Minimalismus stellen, aber zumindest basierte dieser auf Sachlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sarkozy betont stets seine pro-europäische Gesinnung (der beste Beweis: immer lässte er die europäische neben der französischen Fahne wehen); Chirac ist nie durch derartig plakative Bekundungen aufgefallen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweifellos findet dieser Präsentationsunterschied seine Begründung in dem schwierigen aktuellen Kontext der Europäischen Union, und wichtiger noch der kontroversen Position Frankreichs in diesem Zusammenhang. Wir blicken derzeit auf einen Vertrag, welcher auf der Basis einer klaren Absage in Frankreich verhandelt wurde. Dazu kommen wackelige Referenden in Irland und der Slowakei und schließlich eine französische Ratspräsidentschaft mit der Aufgabe die technischen Vorkehrungen des neuen Textes in die Tat umzusetzen. Ach ja, vergessen wir bloß nicht die kontroverse Stellung des geplanten Präsidenten der Europäischen Union, die Turbulenzen um die Mittelmeerunion und die zukünftige monetären Regelungen. &lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Woher die ganze Uneinigkeit?&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Eine Anylyse des Giscard d’Estaing…&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei einem Gespräch mit dem Magazin “Express” reduzierte Valérie Giscard d’Estaing diese Diskrepanzen auf puren Argwohn. Gemäß dem Initiator der Verfassung für Europa “&lt;em&gt;ist es eine kontradiktorische, wenn nicht absurde Vorstellung, dass die französische Ratspräsidentschaft den Franzosen dazu dienen soll, die Macht innerhalb der Union an sich zu reißen. Diese Darstellung soll nur unnötigerweise das Bild der französischen Arroganz akzentuieren.”&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn er sich das ex-UDF Mitglied nicht explizit&amp;nbsp; zur Europapolitik Sarkozys äußert, betont er sehr optimistisch seine Hoffnung, dass “&lt;em&gt;die 500 Millionen Europäer es zu schätzen wissen werden, welche Sorgfalt, Mühe und Erfahrung&lt;/em&gt; [Frankreich] &lt;em&gt;aufwenden wird, um gemeinsame Lösungen für Probleme der gesamten Union zu finden”&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Sophie Helbert/&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Waleria Schüle&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Der Häuptling eines gallischen Dorfes auf der Landwirtschaftsmesse</title>
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    <pubDate>Fri, 28 Mar 2008 11:17:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
            
    <description>&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wir haben uns ja bereits an die skandalträchtigen Auftritte von Nicolas Sarkozy gewöhnt. Die&lt;br /&gt;Beleidigung, die er auf der Landwirtschaftsmesse ausgesprochen hat, war nur einer davon. Doch die Messe hat ihm auch die Gelegenheit gegeben, die Ziele der Agrarpolitik nach seinen Vorstellungen neu zu definieren. Sowohl die innereuropäische Landwirtschaftspolitik als auch die Rolle der EU im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO). Wie denken Brüssel und unsere europäischen Nachbarn darüber? &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/./.Agriculture_s.jpg&quot; /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Image Flicker : &lt;/strong&gt;&lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/moonrhythm/1465208075/&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/moonrhythm/1465208075/&quot;&gt;http://www.flickr.com/photos/moonrhythm/1465208075/&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das gallische Dorf&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man könnte sagen: Ein Präsident, der Streit sucht, das ist zumindest amüsant. Die Landwirtschaftsmesse ist schon seit längerem wie die Bühne eines Volkstheaters: Chirac musste Kühe streicheln und Rillettes probieren (ein traditioneller französischer Wurstaufstrich, A.d.U.). Im Jahr 2008 erinnert sie eher an den Laden des Fischhändlers aus Asterix – zur Freude und Unterhaltung aller. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wäre falsch, die Auswirkungen dieses jährlichen Treffens zu unterschätzen. Die Landwirtschaft bleibt ein sehr wichtiger Sektor der französischen Wirtschaft. Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet in diesem Bereich, es ist auch ein Teil unserer Kultur. Die Präsidenten der Republik haben das alle verstanden, und Sarkozy musste sich dem Bürger von Fouquet genau so aussetzen wie der schwierigen Aufgabe, die Herzen des ländlichen Frankreichs zu gewinnen. Sarkozy hielt eine Rede von etwa einer Stunde, in der er auf die größten Sorgen der Landwirte eingegangen ist. Die größte darunter ist die Angst vor der gemeinschaftlichen Agrarpolitik. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Eine offensive Politik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im kumpelhaften Ton, aber mit fester Stimme hat sich Nicolas Sarkozy zum Fürsprecher einer neuen offensiveren Agrarpolitik der EU-Gemeinschaft gemacht, weit ab von der „ausschließlich defensiven und konservativen Haltung, die Frankreich zu oft innehatte“, Es ist schwer, hier zwischen den Zeilen zu lesen: Der Präsident bezieht sich auf den EU-Gesundheitscheck, den die Kommission im November für die „gemeinsame Agrarpolitik“ (GAP) durchgeführt hat. Eine Neuverteilung der festgelegten Unterstützungen wird sicher unter der Vielzahl der verschriebenen Heilmittel sein. Ein Unsicherheitsfaktor für die französischen Landwirte, die am meisten von der gemeinsamen Agrarpolitik profitieren, sehr zum Ärger unserer Nachbarn. Hat Nicolas Sarkozy nur die Verringerung von unvermeidbaren Subventionen angekündigt, oder etwa seine Absicht, den europäischen Partnern seinen Willen aufzuzwingen? Diese Frage bleibt ungeklärt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Gemeinschaftspräferenz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig hat der Präsident das Phantom der „Gemeinschaftspräferenz“ wieder aus dem Schrank geholt. Diese Politik ermöglichte es der europäischen Landwirtschaft, sich in den ersten Jahren der EU-Integration positiv zu entwickeln: durch die Besteuerung von Produkten außerhalb der EU und die Einführung eines Systems der gegenseitigen Unterstützung. Dieses protektionistische System lässt sich seit der Marktliberalisierung schwer aufrechterhalten. Nicolas Sarkozy hat angekündigt, dass er seinen ganzen Einfluss in die Verhandlungen mit der WTO ausüben wird, um die Dumpingpreise der Entwicklungsländer und den Druck aus den USA auf den europäischen Markt zu vermeiden. &lt;br /&gt;Ein Eiertanz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tonart ist also vorgegeben, bringt aber Brüssel und unsere europäischen Partner in Verlegenheit. Kurz nach der Rede des Präsidenten, freute sich Mariann Fischer Boel, die EU-Kommissarin für Wirtschaft über den Eifer, mit dem der Präsident an der Reform der GAP teilnehmen will. Doch sie stellte auch klar, dass „keinerlei Art von Protektionismus“ akzeptiert werden würde. Ein Enthusiasmus mit Einschränkungen, das charakterisiert einmal mehr die Beziehungen zwischen Brüssel und Paris. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fernab vom Rampenlicht muss die EU nun ihre wirtschaftliche Außenpolitik an die Notwendigkeit anpassen, ihre Landwirte zu schützen. Das wird keine leichte Aufgabe, sondern ein wahrer Eiertanz. Doch bei so viel Feinheit und Diskretion, die Sarkozy bei seinem Auftritt auf der Agrar-Messe unter Beweis stellte: Wer kann da auch nur einen Augenblick daran zweifeln, dass er nicht auch für dieses Problem eine gute Lösung finden wird? &lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Julien de Cruz&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Abseits von Eurovision</title>
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    <pubDate>Mon, 24 Mar 2008 16:13:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
        <category>Transkultur</category>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;http://farm2.static.flickr.com/1185/1417268587_5e4c7b6063.jpg?v=0&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Ende Januar in Cannes in Südfrankreich. Jedes Jahr zur selben Zeit findet dort der MIDEM statt, der internationale CD-Markt. Verträge unterzeichnen sich wie am Fließband und Produzenten aus der ganzen Welt sind auf der Suche nach musikalischen Neuheiten.&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Was man weniger weiß ist, dass die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit der Musikindustrie seit einigen Jahren die European border breakers awards organisiert. Damit will sie europäische Künstler auch außerhalb ihrer nationalen Grenzen fördern. Nachdem auf diese Weise 2007 Tokio Hotel, 2005 der Sänger Corneille oder 2004 gar die französische First Lady Carla Bruni bedacht wurden, erhält dieses Jahr die deutsche Sängerin Ayo den Preis. Denn, die Sängerin afrikanischer Abstammung ist ihr eigener Melting-Pot.&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Von Nigeria nach Deutschland mit Umweg über Paris&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Ayo, die 1970 in der Nähe von Köln geboren ist, heute in London lebt und von Polydor France produziert wird, verkörpert das Europa des 21. Jahrhunderts. Sie überwindet Grenzen und möchte, dass ihre Musik in der ganzen Welt gehört wird. „Meine Mutter war Zigeunerin und mein Vater ist von Nigeria nach Deutschland immigriert. Das verschafft mir Ameisen unter die Füße“, erklärt die Sängerin auf ihrer Webseite &lt;a href=&quot;http://www.lemague.net/dyn/spip.php?article2270&quot; hreflang=&quot;fr&quot;&gt;Le Mague&lt;/a&gt;. &lt;em&gt;&quot;Ich hoffe, möglichst viel von der Welt zu sehen. Ich liebe das Reisen und Entdecken von anderen Kulturen“&lt;/em&gt;. Bringt Musik nicht die Völker zusammen? Pass bloß auf Eurovision!&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;Crédit photo&amp;nbsp;: Alain DELPEY/FlickR&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.european-border-breakers.eu/index.html&quot; hreflang=&quot;fr&quot;&gt;European border breakers awards&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;-Johara BOUKABOUS&lt;/p&gt;


&lt;p&gt;- Übersetzung: Christine&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>« Die europäische öffentliche Meinung - nur ein Produkt der Statistik …</title>
    <link>http://paris.cafebabel.com/de/post/2008/03/18/Die-europaische-offentliche-Meinung-nur-ein-Produkt-der-Statistik</link>
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    <pubDate>Tue, 18 Mar 2008 08:33:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
        <category>Die Europäische Union</category>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie soll man von einer öffentlichen europäischen Meinung sprechen, wenn man weiß, dass Europa kein wirkliches Thema von öffentlichem Interesse ist, und dass in Umfragen das Kästchen «keine eigene Meinung zum Thema» einen verwirrend hohen Prozentsatz erhält?&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was Meinungsumfragen angeht, so ist das Eurobarometer DAS europäische Referenzmodell. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 1974 lancierte die EU Kommission dieses Umfragewerkzeug nach der ersten EU-Erweiterungsrunde, um mehr über die öffentliche Meinung in der EU zu erfahren. In dem im Aufbau befindlichen Europa ging es damals darum, die Wirkung der neuen Beitritte unter den Einwohnern der neuen Mitgliedsstaaten und denen der Gründerstaaten zu evaluieren. Im politisch noch jungen Europa begann die Phase des «demokratischen Aktivismus». &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seitdem wurde das Werkzeug weiterentwickelt. Die Fragestellungen sind differenzierter und erstrecken sich inzwischen auf neue Bereiche wie das Klima, Energien, Umwelt, Terrorismus usw. Neben einer Verlagerung der Sorgenthemen, ist der Wechsel auch ein Zeichen für die Erweiterung der Kompetenzen der EU Kommission und für die Notwendigkeit, die Zustimmung der Öffentlichkeit zu erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Europäische Union spielt heute eine gewichtige Rolle in Fragen der Gesetzgebung, der Ethik und der Politik. Als unumgängliche gesetzgebende Institution innerhalb des Gemeinschaftsterritoriums konkurriert sie durch die Aufnahme von Grundrechten im Vertrag von Lissabon mit der UNO um die Rolle als ethischer Vorreiter. Teil der EU zu sein stellt heute für die Mitglieder der internationalen Gemeinschaft einen wirklichen Gewinn bzw. Mehrwert dar. Erstmals fühlt man unter den Völkern Europas so etwas wie einen « Gemeinschaftsstolz »&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Angesichts eines solchen Starts ist die « Staatsmacht Europa » nicht vom Weg abgekommen, denn ihre Institutionen haben Bestand. Um weiter frei agieren zu können, musste man sich der Zustimmung der europäischen Völker versichern. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nicht legitim, die nützliche Erfindung der Meinungsumfrage zu tadeln, wenn wir sie als Bindeglied zwischen den Institutionen und den Menschen der Völker betrachten, als strahlendes Zeugnis für den Wunsch nach Transparenz und Nähe, nach dem Modell des europäischen Schlichters oder des Petitionsrechts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch sollte man nicht zu naiv sein wenn die öffentlichen Meinungsumfragen uns verkünden, dass die Mehrheit der Europäer hinter den europäischen Institutionen stehen und ihnen vertrauen, und interpretieren die zahlenmäßigen Ergebnisse nach bestem Wissen und Gewissen. Auch wenn man nicht so weit gehen sollte, von einem Kunstgriff zu sprechen, so muss doch festgestellt werden, dass Meinungsumfragen generell Instrumente in den Händen derjenigen sind, die sie in Aufragen geben oder durchführen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im letzten Standard-Eurobarometer (68) wurde die Frage A13 folgendermaßen formuliert: « Glauben Sie nach reiflicher Überlegung, dass Ihr Land von der Mitgliedschaft in der EU profitier / profitiert hat oder nicht? ». Begründeterweise fiel die Antwort in den Ländern Europas zu einen hohen Prozentsatz positiv aus. Wäre das Ergebnis mit der folgenden Fragestellung das gleiche gewesen ? « Halten Sie die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft für gewichtig genug, um die damit verbundenen Nachteile zu kompensieren? ».&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soziologen haben als erste die Phänomene Aufbereitung und Manipulation von Meinungsumfragen untersucht. Auch wenn das Eurobarometer ein gutes Mittel ist, um die Entwicklung der öffentlichen Meinung in Europa anhand eines standardisierten Fragebogens zu evaluieren, so wurden zumindest Fragen sorgfältig ausgewählt, eigens zu dem Zweck, bestimmte Initiativen aufzuwerten. Um nach dem EU-Beitritt Rumänien und Bulgariens zu verhindern, dass Rückzugstendenzen aus der Gemeinschaft diese Erfolgsgeschichte beeinträchtigen, leitet die Kommission die Debatte um, indem sie ein Spezial-Eurobarometer lanciert « Die Bürger der neue EU Mitgliedsländer und die Entwicklungshilfe ». Indem man über moralisch unbestreitbare und unbestrittene Angelegenheiten kommuniziert, erstickt man geschickt die Debatte im Keim. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Meinung als Beweismittel &lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;br /&gt;Der Aktionsplan der Kommission zur „Kommunikation und Information in der EU“, der im Oktober 225 entworfen wurde und der die Union aufwerten und sie den Europäern stärker sichtbar machen sollte (der berühmte Plan D für Demokratie, Dialog und Diskussion), hat die Verwendung von Umfragen sogar gesteigert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die EU verhält sich so, als ob sie sich selber beweisen müsste, dass sie demokratisch handelt. Beruhigt durch die Schlussfolgerungen der letzten Berichte, die eine zunehmende Unterstützung der Europäer (vor allem der Jugend) sowie eine Verbesserung des Vertrauensindex verzeichnen, scheint sie doch den wichtigsten Grundsatz demokratischer Führung zu vernachlässigen: den der partizipativen Debatte. Gewiss, die Kommission sucht den Dialog mit ihren Bürgern zu erneuern, indem sie an Projekten wie der « &lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://paris.cafebabel.com/de/post/2008/03/18/%20http://www.ideasfactoryeurope.eu/en/ae1.asp?TYP=ABOUT&amp;amp;LV=224&amp;amp;see=n&amp;amp;PG=AE/EN/direct_in&amp;amp;AI=62%20&quot;&gt;Ideas Factory Europe &lt;/a&gt;» teilnimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierbei handelt es sich um ein Diskussionsforum des European Policy Centre, einer im Brüssel sehr einflussreichen Ideenschmiede. Dennoch bleibt all dies sehr kurzlebig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn diese Vorgehensweise den Institutionen und den europäischen Politikern ein ruhiges Gewissen verschafft, so ist hingegen das europäische Bewusstsein der Bürger nicht in dem Maße Realität, wie die Analysten uns glauben machen wollen. Hoffen wir nur, dass dies der Tritt in den Ameisenhaufen ist, der den Wechsel von einem promovierenden Kommunikationsmodell zu einer Kommunikationsform ermöglich, die dafür sorgt dass man sich seiner Verantwortung bewusst wird und dementsprechend handelt „ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sophie Helbert&lt;br /&gt;Mattias Jacob Becker&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Autos in der Stadt: Halt da!</title>
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    <pubDate>Mon, 17 Mar 2008 14:07:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
        <category>Transkultur</category>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Da also ist es, worum alle europäischen Abgeordneten einen Bogen machen. Einst Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit, ist das Auto künftig, da es sich nun einmal darum dreht, im Fadenkreuz aller verantwortungsvollen und respektablen Politik.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img style=&quot;margin: 0 auto; display: block;&quot; alt=&quot;&quot; src=&quot;http://paris.cafebabel.com/public/paris/Embouteillage__Paris__Bernard_Laguerre__FlickR.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Insbesondere in den großen Ballungsräumen. Im September 2005 war London die erste Megalopolis, welche sich mit einer Straßenmaut namens &lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://fr.wikipedia.org/wiki/P%C3%A9age_urbain_de_Londres&quot;&gt;London congestion Charge&lt;/a&gt; (London City-Maut) versah. Jedes Fahrzeug muss eine Summe von 8 Pfund begleichen (10,70 €), um Zugang zur Innenstadt zu bekommen, und zwar zwischen 7 und 18 Uhr von Montag bis Freitag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Autofeindliche Politik überall in Europa&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ken Livingstone, Bürgermeister der britischen Hauptstadt und Labour-Party-Mitglied und Anstifter dieser Jagd auf die Vierräder denkt nicht daran, es dabei zu belassen. Eine Steuer von 200 Pfund (268 €) wird bald für die Einfuhr von Lastkraftwagen, die am meisten Abgase verursachen, eingeführt. Zusätzlich müssen jene Laster von mehr als 12 Tonnen, die nicht die europäischen Umweltnormen einhalten,&amp;nbsp; eine Steuer von 1000 Pfund (1340 €) abführen. Und diese autofeindliche Politik scheint auf Nacheiferer zu stoßen. Man sehe in Richtung Deutschland, wo nach Berlin, Köln und Hannover nun auch Stuttgart und bald 20 andere Städte jenseits des Rhein den Stadtverkehr eingrenzen. Dank der grünen, gelben und roten Aufkleber, je nach Grad des CO2-Ausstoßes vom Fahrzeug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Italien fand am Ende des Jahres das System ECOPASS unter dem Antrieb der mailändischen Bürgermeisterin Letizia Moratti Anwendung. Es erlaubt den Fahrern von geringfügig Abgase produzierenden Fahrzeugen den Zugang zur lombardischen Hauptstadt zu bestimmten Uhrzeiten (von Montag bis Freitag von 7:00 bis 19:30). All dies erfolgt unter der Kontrolle der Gendarmerie und Überwachungskameras.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Und nun Paris?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Am Vorabend zu den Gemeindewahlen in Frankreich sind die Trümpfe der Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in Paris auf den Tisch gelegt. Der von Bertrand Delanoë (PS) geführte Stab will nicht bei dem “Effet Velib” stehen bleiben. Neben der Zunahme der öffentlichen Verkehrsmittel enthüllte der amtierende Bürgermeister eines seiner Phare-Projekte: der &lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://bertranddelanoe.net/vlog-paris/le-projet-2008-2014/6-defis-prioritaires-pour-paris/la-nouvelle-donne-des-deplacements-libre-choix-pour-circuler-propre/&quot;&gt;“Autolib”&lt;/a&gt;. Parks mit kleinen elektrisch betriebenen Fahrzeugen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Françoise de Panafieu (UMP) unterstützt das Projekt &lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://www.panafieu2008.fr/content/view/86/&quot;&gt;Métrophérique &lt;/a&gt;der Régie autonome des transports Parisiens (RATP). Um den Verkehr zwischen Paris und der Vorortschaft zu erleichtern, wird eine unterirdische Umgehungsstraße für die Verbindung von allen Endhaltestellen der U-Bahn-Linien ausprobiert. Die Kandidatin aus der rechten Ecke hat sich gleichermaßen für Autobahnen auf der Île-de-France ausgesprochen, aber wünscht zuvor „eine auf das Thema Stadtmaut bezogene, öffentliche Beratung, welche im Verhältnis zum Paris Ballungsraum steht.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den &lt;a hreflang=&quot;fr&quot; href=&quot;http://www.denisbaupin.fr/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=428&amp;amp;Itemid=33&quot;&gt;Grünen &lt;/a&gt;bekommt man die radikalsten Reden zu hören. Denis Baupin, der Kopf der Liste und sich um Transport und Verkehr kümmernder Stellvertreter des Bürgermeisters von Paris, engagiert sich, „das Umland und das Autobahnnetz der Île-de-France kostenpflichtig zu machen“, wobei die Einnahmen der „Finanzierung der öffentlichen Verkehrsmittel der Île-de-France“ dienen sollen.&lt;br /&gt;Eine Sache ist sicher: das Auto wird sich künftig einstimmig abwählen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trad.: Matthias Jakob Becker&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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    <title>Ist Henri Guaino ein Euroskeptiker?</title>
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    <pubDate>Sat, 15 Mar 2008 13:18:00 +01:00</pubDate>
    <dc:creator>BabelParis</dc:creator>
        <category>Transkultur</category>
            
    <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Sonderberater von Nicolas Sarkozy leugnet nicht sein Image als Euroskeptiker. Das macht den europäischen Lenkern Sorgen: Denn in drei Monaten wird Frankreich turnusgemäß den Vorsitz des Europarats übernehmen – und damit die europäischen Zügel in die Hand nehmen. &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p&gt;Für einige ist der Sonderberater von Nicolas Sarkozy die „nein-sagende Rückendeckung“ des Staatschefs. Denn Sarkozy hat mit „Ja“ für den Verfassungsvertrag gestimmt, obwohl er von einem Land gewählt wurde, dass mit „Nein“ votiert hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bedenken Henri Guainos hinsichtlich Europas sind nicht neu: Der eifrige Gegner des Vertrags von Maastricht hat sie bereits 1999 geäußert, in einem Gespräch mit Daniel Cohn Bendit („Wird sich Frankreich in Europa auflösen?“) und in einem Essay, der im Jahr darauf veröffentlicht wurde („Der fremde Verzicht“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber seit Nicolas Sarkozy sein Amt angetreten hat, sind die Attacken von Henri Guaino gegen die Europäische Zentralbank oder die europäische Währungspolitik heftiger geworden –besonders in einem Interview mit der Financial Times vom 10. Dezember 2007. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Woran fehlt es in Europa?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem europäischen Gipfeltreffen im Juni 2007 zeigte er mit dem Finger auf den Sitz der Europäischen Kommission und verkündete: „Begreifen Sie nicht, dass dieser ganze Apparat eines Tages zusammenbrechen wird?“&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;br /&gt;In „Wird sich Frankreich in Europa auflösen?“ wiederholt er, dass er nicht an das europäische Projekt in seiner jetzigen Form glaubt. Seiner Meinung nach habe „das große politische Projekt ein bürokratisches Monster geboren, das niemand anderem dient als seinen eigenen Interessen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indem er auf das Fehlen einer politischen Dimension in Europa hinweist, fügt er hinzu: „Wir haben ein System erschaffen, das nichts anderes ist als ein Machtspiel zwischen den bürokratischen Apparaten, die niemandem gegenüber Rechenschaft schuldig sind.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das sind keine seltenen Vorwürfe. Doch der Unterschied bei Henri Guaino ist, dass er an der Europäischen Union in ihrer jetzigen Form überhaupt nichts Gutes finden kann. Seiner Meinung nach müsste man noch einmal bei Null beginnen… &lt;br /&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Die EU als Bedrohung für die Nation&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;br /&gt;Sein Standpunkt ist auf seine stark republikanische und souverän-staatliche Überzeugung zurückzuführen. Er glaubt an die Nation und sieht Europa als eine Bedrohung, als einen „Hebel, um das Modell der Republik zu vernichten.“ Er nimmt an, dass „man nicht mehr schaffen wird als die gewaltsame Enteignung aller Völker: von ihrer Geschichte und ihrer Kultur.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erklärt auch seine Ablehnung der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank. Er fühlt sich nicht mehr gebunden an die europäischen Anstrengungen Frankreichs, als es den Euro eingeführt hat. Tatsächlich, so hat er in der Financial Times erklärt, habe „Frankreich nicht die Absicht, ihre Staatsausgaben in der nächsten Zeit zu reduzieren.“ Ah, ja, man muss sich also an überhaupt keinen Finanzrahmen halten? &lt;br /&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Kritik aus Deutschland&lt;/strong&gt;&lt;br style=&quot;font-weight: bold;&quot;&gt;&lt;br /&gt;„Die europäisch-mediterranen Gespräche lösen nichts. Im Gegenteil, sie sorgen für einen Bruch zwischen Nord und Süd“, sagt Henri Guaino in „Wird sich Frankreich in Europa auflösen?“. Henri Guaino? Der glühende Verteidiger der Euro-Mittelmeerzone auf Seiten von Nicolas Sarkozy? Jaja, aber, zu seiner Verteidigung: Das Projekt der Euro-Mittelmeer-Union hat sich verändert… Man spricht inzwischen nur noch von der Mittelmeer-Union… Die deutsche Verärgerung über dieses Thema scheint Frankreich zum Einlenken zu bewegen, sogar seine euroskeptischen Elemente…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;</description>
    
    
    
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